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Mobilitätsgeschichten

Mit Multiple Sklerose Auto fahren

Autofahren mit MS: Möglichkeiten, Unterstützung und Lösungen
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Mit Multipler Sklerose Autofahren

Die Diagnose Multiple Sklerose ist ein Schock, der erst einmal überwunden werden muss. Jemand, der nicht selbst betroffen ist, kann sich wohl kaum in Ihre Situation versetzen. Es gibt dennoch für viele Lebenssituationen Unterstützungen und Alltagshelfer. Wenn Sie zum Beispiel befürchten nun auf Ihr Fahrzeug verzichten zu müssen, können wir Sie beruhigen. Wir stehen Ihnen beim Thema mobile Freiheit zur Seite. Auf dieser Seite erhalten Sie eine kurze Beratung rund um das Thema mobile Helfer, Autofahren ohne Schmerzen und Ihren Führerschein.

Ihr sicherer Weg zum Autofahren mit Multipler Sklerose

Diese Frage können auch wir nicht pauschal beantworten. Hier gilt es mit einem Arzt zu sprechen. Ob Sie ein Auto weiterhin führen dürfen, hängt nämlich von verschiedenen Faktoren ab: Welche Medikamente wurden Ihnen verordnet? Dürfen Sie unter Einfluss dieser Medikamente Maschinen führen? Welche Muskelpartien sind von der Krankheit betroffen und wie wirken sich diese auf Ihre Fahrtauglichkeit aus? Es gilt also: Grundsätzlich dürfen Sie Auto fahren. Es gibt Möglichkeiten, durch die Sie sich absichern können

Was Sie können und was nicht, wissen Sie am besten. Daher ist es völlig richtig, Sie selbst entscheiden zu lassen. Es liegt in Ihrer Entscheidung, ob Sie sich in der Lage fühlen Auto zu fahren. Wir geben Ihnen die Mittel an die Hand geben, das auch zu beweisen. Der erste Schritt ist, sollten Sie sich in unserer Fahrschule beraten lassen. Hier wird die Fahrtauglichkeit in Teilen festgestellt. Das können wir in einem sogenannten Messmobil mit Ihnen machen.

Unsere Fahrschule ermöglicht es Ihnen eine Kräftemessung durchzuführen. Wichtig ist, dass wir genau wissen, wann die offiziellen Stellen (Führerscheinstelle, TüV und Co.) hinzugezogen werden. Gleichzeitig haben unsere Kooperationsinstitute natürlich auch Erfahrung mit dem Thema. Mit Multipler Sklerose wird nicht jeder täglich konfrontiert.

Vor einem risikoarmen Autofahren, benötigen Sie ein fachmedizinisches Gutachten. Dies müssen Sie nicht zwingend bei Ihrem Hausarzt machen lassen, sondern können frei wählen, ob Sie zu einem Mediziner mit fachspezifischer Erfahrung gehen. Dieser stellt Ihnen dann ein Attest aus, das Ihnen die Fahrfähigkeit im ersten Schritt becheinigt. In unserem Umkreis gibt es einige Ärzte, die bereits mit uns und Ihrer Krankheit sowie dem Thema Führerschein mit MS Kontakt hatten. Wir beraten Sie gerne hierzu.

Nein. Bei Multipler Sklerose ist die MPU nur in Ausnahmefällen notwendig. Entscheidend für die Anordnung ist das fachärztliche Gutachten.

Es gibt einige Umbaumaßnahmen Ihres vorhandenen PKWs, die Ihnen das Fahren erleichtern. Bei vielen Anpassungen kann das Fahrzeug auch im Original weiter bedient werden. Mit MS haben Sie die Möglichkeit eine Zu- oder Bezahlung durch Stellen der öffentlichen Hand zu erhalten. In unserer Fahrschule beraten wir Sie gerne beim Antrag und zur richtigen Förderstelle.

Bei einer manuellen Bedienung von Gas und Bremse benötigen Sie eine Anpassung Ihres Führerscheins. Mit wenigen Stunden und einer Fahrprobe beim TÜV ist diese schnell erreicht. Die Fahrprobe ist das sogenannte „technische Eignungsgutachten des TÜV/DEKRA“. Wir wollen natürlich nichts versprechen, aber unsere Erfolgsquote von bisher 100% bei dieser Prüfung spricht sicherlich für uns.

Durchleben Sie einen akuten Schub, sollten Sie darauf verzichten, ein Fahrzeug zu bedienen. Es obliegt aber immer noch Ihnen einzuschätzen, ob Sie sich oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Wie können wir Ihnen das Autofahren erleichtern?

Mit Multipler Sklerose haben Sie gute und schlechte Tage. An dem einen können Sie problemlos selbst fahren und am anderen sind Sie wieder auf eine Bezugsperson angewiesen. Erobern Sie sich mit verschiedenen mobilen Helfern Ihre persönliche Freiheit zurück. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sie entlasten. Sind Sie z.B. temporär oder dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen oder haben Schmerzen in den Beinen: dann können Sie mit einer manuellen Bedienung Gas geben und bremsen – auch wenn die Kraft im Arm nicht 100-prozentig da ist, ist dies noch möglich.

Handgas: Manuell beschleunigen, verzögern und bremsen

Das Handgerät Modell Heidelberg Typ RS ist eine manuelle Bremse und Gas. Sie bedienen es mit der rechten Hand. Damit es besonders leicht und bequem für Sie ist, verfügt das Handgerät über einen ergonomisch geformten Handgriff. Gleichzeitig erhöht das auch die Bediensicherheit. Der Clou an diesem Modell ist seine extrem schmale Bauweise. Das sorgt für viel Platz im Fußraum. Bei den meisten Fahrzeugen können demnach auch die Originalpedale von Gas und Bremse weiterhin verwendet werden.

Die Vorteile im Überblick

Sie dürfen Ihr Fahrzeug ohne Genehmigung umrüsten. Das Handgerät dürfen Sie aber nicht ohne TÜV-Fahrprobe (Führerscheinanpassung) nutzen. Daher ist es empfehlenswert, eine Führerscheinanpassung zu beantragen. Mit unserem Netzwerk und unserer Erfahrung stehen wir Ihnen bei jedem Schritt mit Rat und Tat zur Seite.

Die Pedalsperre - eine ideale Ergänzung

Das Handgerät Modell Heidelberg Typ RS wird am sichersten mit einer Pedalsperre ergänzt. Sie verhindert ein versehentliches Bedienen der Pedale. Für einen Fahrerwechsel können Sie die Pedalsperre einfach ohne Werkzeug abnehmen und montieren.

Rollstuhlverladung: Rollstuhl ohne Kraftaufwand im Auto verstauen

Natürlich hoffen wir, dass Sie möglichst spät oder im besten Fall nie auf den Rollstuhl als Unterstützung zurückgreifen müssen. Wenn aber doch, benötigen Sie nicht zwingend einen Van, Kleinbus oder Transporter, um im Auto mobil zu bleiben. Schon für Kleinwagen gibt es Lösungen. Die schnellste und günstigste Lösung bieten verschiedene Liftarten. Dabei wird dem Lift der Weg ins Auto vorgegeben, sodass Ihnen keine Schäden am Fahrzeug oder dem Rollstuhl entstehen.

Wer soll das alles bezahlen?

Wir können nichts versprechen, aber Sie haben die Möglichkeit eine Förderung zu erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass Sie arbeiten und das auch weiterhin tun möchten. In der Regel erhalten Sie eine Zuzahlung, wenn Sie für den Weg zur Arbeit auf Ihr Auto angewiesen sind. Sie müssen dabei zwischen zwei Fördermöglichkeiten unterscheiden. Wer Ihre Förderstelle ist, finden wir gerne mit Ihnen heraus. Es könnte zum Beispiel die Agentur für Arbeit oder die Rentenkasse sein. Dieses Thema muss sehr individuell betrachtet werden. Wir helfen Ihnen gerne persönlich weiter.

Förderung der Umrüstung

Ihr sogenannter Leistungsträger bezahlt Ihnen den für den Umbau notwendigen Aufwand. Das bedeutet: Alle Umrüstungsprodukte und die Montageleistung. Darüber hinaus erhalten Sie auch eine Zahlung für alle Zusatzausstattungen bei einem Neufahrzeug, die für den Umbau notwendig sind. Wenn Sie beispielsweise auf ein Automatikgetriebe angewiesen sind, wird der Aufpreis dafür übernommen. Schlussendlich bestimmt Ihr Krankheitsbild in Kombination mit dem fachärztlichen Gutachten, welche Umbaumaßnahmen notwendig sind. Diese werden i.d.R. in Gänze von Ihrer Förderstelle übernommen.

Förderung eines Neufahrzeuges

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Sie, abhängig von Ihrem Einkommen und Ihrem Behinderungsgrad, alle zehn Jahre Anspruch auf einen Neuwagen inkl. Umbau haben. Derzeit erhalten Sie bis zu einem Nettoeinkommen von rund 2.500 € eine Zuzahlung, wenn Sie ein neues Auto kaufen. Diese Fördersumme erhalten Sie unabhängig von Ihrem Umrüstungsbudget.

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